Ehemalige Schirmherren

Ehemalige Schirmherren

Die Organisation und Durchführung der Tharandter Gespräche konnte nur durch vielfältige Unterstützung aus unterschiedlichsten Bereichen stattfinden. In den letzten Jahren konnten wir unter anderem folgende Personen für unsere Veranstaltungsreihe begeistern:

Professor Dr. Klaus Töpfer


Gründungsdirektor des IASS, 1987-1994 Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, ehemaliger Exekutivdirektor des UNEP

Liebe Studentinnen und Studenten,

Mehr als 300 Jahre nach der Begründung der Nachhaltigkeit/ der Forstwissenschaft durch Hans Carl von Carlowitz zum Schutz der wirtschaftlichen Grundlagen, hat die Forstwirtschaft wieder mehr Bedeutung denn je. Angesichts der Dimensionen des menschlichen Einflusses auf die Natur ist es aber auch notwendig, dass wir unser Verhältnis zur Natur neu überdenken und definieren. Gerade mit Blick darauf, dass der Mensch zu einer quasi-geologischen Kraft geworden ist, die tiefgreifend die Erde verändert hat, ist es von enormer Bedeutung, (öko)systemare Zusammenhänge zu kennen und zu verstehen. Die intensive Auseinandersetzung mit Ökosystemen und Fragen zur Ressourcennutzung und ihrer Bewirtschaftung, die eingebettet ist in eine Betrachtung der Auswirkungen ist eine der Grundlagen für eine zukunftsorientierte, nachhaltige Forstwirtschaft. Nachhaltigkeit bedeutet auch, über rein ökonomisch oder ökologisch orientierte Maßnahmen hinaus zu denken und zu handeln. Die Erhaltung der Wälder als Schutz- und Erholungsraum, als Landschaften von höchster kultureller Bedeutung, die für das Bild von Deutschland stehen hat auch eine zentrale sozio-kulturelle Dimension, die noch stärker Eingang in das Denken finden muss. Eine Voraussetzung dafür, dieses Verständnis zu entwickeln, ist, sich über die Studieninhalte hinaus einen Einblick in andere Themenfelder zu verschaffen und sich mit Praktikern und anderen Experten aus ganz unterschiedlichen Bereichen auszutauschen.
Dafür bieten die Tharandter Gespräche von Studenten für Studenten einen wichtigen Raum, in dem ein solcher Austausch stattfinden kann und neue Kontakte geknüpft werden, die diesen Blick über den Tellerrand hinaus ermöglichen und damit einen wichtigen Grundstein legen für ein gemeinsames Verständnis dafür, welchen Beitrag die Forstwirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten kann. Die traditionsreiche Forstakademie von Tharandt, die in ihrer Geschichte für sich steht und auf eben diese verschiedenen Dimensionen von Nachhaltigkeit verweist, ist dafür sicherlich in besonderer Weise geeignet. Ich wünsche allen Teilnehmern, den Studierenden und den Vortragenden angeregte, ertragreiche Gespräche in angenehmer Atmosphäre bei den Tharandter Gesprächen 2015.

Thomas Schmidt

2014-2019 Sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft

Liebe Studentinnen und Studenten,

Ihr selbst organisierter Kongress findet nun bereits zum fünften Mal statt. Damit feiert er ein kleines Jubiläum. Es verdient Anerkennung, dass Sie neben dem Studium eine solche Veranstaltung ins Leben rufen. Ich begrüße und unterstütze die Schaffung von Netzwerken zwischen Studenten verschiedenster Ausbildungsstätten und Forschungseinrichtungen. Daher habe ich sehr gern die Schirmherrschaft über die Tharandter Gespräche übernommen. Wir greifen die Schaffung von Netzwerken auch in unserer „Waldstrategie 2050 für den Freistaat Sachsen“ auf. Schließlich besitzt der Freistaat Sachsen mit der Fachrichtung Forstwissenschaften der Technischen Universität Dresden in Tharandt eine traditionsreiche forstuniversitäre Forschungs- und Bildungseinrichtung. Unser Ziel ist es, das Netzwerk aus universitärer forstlicher Grundlagenforschung, praxisorientierter forstlicher Betriebsforschung und Waldmonitoring weiter auszubauen und vor allem die daraus gewonnenen Erkenntnisse schnellstmöglich in die Praxis zu überführen. Erste Anknüpfungspunkte bietet das bereits bestehende „Kompetenzzentrum LignoSax“, in dem sich sächsische Universitäts- und Industrieforschungsinstitute sowie Unternehmen zusammengeschlossen haben, um innovative und ganzheitliche Holznutzungskonzepte zu entwickeln. Sie greifen in Ihren Workshops weitere Themen unserer Waldstrategie 2050 auf, unter anderem die Bereiche „Nutzungspotenzial Waldholz“ sowie „Wald und Arbeit“. Die dritte Bundeswaldinventur (BWI3) bescheinigt dem sächsischen Wald ein ausreichendes Nutzungspotenzial. Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass die Holzvorräte ein Rekordniveau erreicht haben, bei gleichzeitig steigender Strukturvielfalt und Naturnähe. Vor allem um Letzteres zu erhalten, wollen wir auch künftig an der nachhaltigen naturnahen Waldbewirtschaftung festhalten. Gleichzeitig muss es noch mehr als bisher gelingen, ein professionelles Clustermanagement zu installieren, um für alle Unternehmen der Wertschöpfungskette Holz sowohl eine ausreichende Versorgung mit dem so vielseitigen Rohstoff Holz zu sichern, als auch Einkommen und Beschäftigung gerade in den ländlichen Regionen zu sichern. Ich freue mich dazu auch über Ideen aus Ihren Reihen und wünsche allen Teilnehmern viele lehrreiche und bleibende Eindrücke, anregende Gespräche sowie eine schöne Zeit im Freistaat Sachsen.

Philipp zu Guttenberg

2010-2019 Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer

Liebe Studentinnen, liebe Studenten,

gern übernehme ich die Schirmherrschaft über die Tharandter Gespräche 2015. Dieses seit 2009 existierende Forum ist eine wichtige und sinnvolle Plattform zur Vernetzung von Studierenden und forstlichen Praktikern aus der gesamten Bundesrepublik. Ein frühzeitiger Einblick in Theorie und Praxis verbessert nicht nur die Qualität des Studiums, sondern hilft zudem bei der konkreten Berufswahl angesichts der zunehmenden Chancen des vielfältigen Einsatzes von Forstwirtschaftlern im nationalen und internationalen Arbeitsmarkt. Die Tharandter Gespräche vermitteln in verschiedenen Workshops Know how über den studentischen Alltag hinaus. Die persönliche Begegnung ist eine hervorragende Gelegenheit für gegenseitiges Networking. Ich weiß von ehemaligen Teilnehmern wie hilfreich diese persönlichen Treffen waren und sind. Ich wünsche den Tharandter Gesprächen einen erfolgreichen Verlauf, gute Gespräche, neue berufliche Kontakte sowie weitere nachhaltige Impulse für unsere gemeinsame Arbeit.